Tagesgeldkonto – Eine Alternative zum Sparbuch?

Ist das Tagesgeld eine Alternative zum Sparbuch? Diese Frage kann ganz klar mit einem „Ja“ beantwortet werden. Immer mehr österreichische Sparer, die lange das Sparbüchlein als Sparform favorisierten, setzen nun auf das Tagesgeld. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Das Tagesgeldkonto wirft meist bessere Zinsen ab, ist frei von Laufzeiten und zudem noch kostenlos.

Sparquote in Österreich sinkt

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Das niedrige Zinsniveau lässt viele Sparer nach alternativen Sparformen suchen

Der Europäische Leitzins liegt derzeit auf einem historischen Tiefstand von 0,25 % (Beginn 2014) – damit erhalten die Sparer derzeit so gut wie keine Zinsen für ihr Geld. Weil die Zinsen unterhalb der Inflation liegen, schmilzt das Ersparte dahin: Laut „EcoAustria“ haben die Österreicher deshalb im ersten Halbjahr 2013 rund 1,76 Mrd. Euro „verloren“. Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist die derzeit sehr niedrige Sparquote der Österreicher von 5,2 % (im Vergleich: 2001 lag diese bei 9,2 %).

Österreichische Sparer verlieren 1,76 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2013

Die niedrigen Sparzinsen werden uns voraussichtlich auch 2014 und 2015 begleiten, um die Konjunktur in der Eurozone anzuregen. Ist Geld nämlich günstig, werden mehr Investitionen getätigt. Damit die Inflation zumindest etwas ausgeglichen werden kann, ist es für Sparer derzeit besonders wichtig, in Sachen Geldanlage ganz genau hinzuschauen.

Sparbuch oder Tagesgeld?

Nach wie vor ist das Sparbuch die beliebteste Sparform in Österreich – rund 81 Prozent der Österreicher haben ihr Geld dort veranlagt. Doch neue Sparanlagen holen auf: Das Tagesgeld wird immer beliebter, vor allem deshalb, weil es komplett flexibel, kostenlos und auch noch sicher ist. Zudem bieten viele Direktbanken, also Kreditinstitute, die ausschließlich im Internet operieren, attraktive Zinssätze, die meist höher sind als jene des Sparbuches.

Was hat das Tagesgeldkonto dem Sparbuch voraus?

Während beim Sparbuch oft Kündigungsfristen oder Maximalbeträge (2.000 Euro Abhebung pro Monat möglich) eingehalten werden müssen, punktet das Tagesgeldkonto mit seiner freien Verfügbarkeit: Anleger können jederzeit so viel Erspartes abheben oder zuzahlen, wie sie wollen, ohne auf Laufzeiten und Kündigungsfristen Rücksicht nehmen zu müssen.

Wo erhalte ich höhere Zinssätze – beim Sparbuch ohne Bindung oder beim Onlinesparen mit Tagesgeld? Pauschal lässt sich sagen, dass das Tagesgeldkonto eine höhere Verzinsung abwirft, als ein Sparbuch ohne Bindung. Meist deshalb, weil die zinsstarken Tagesgeldkonten von Direktbanken angeboten werden, die durch ihre Online-Kommunikation Personal und Filialen einsparen können, während Sparbücher von den herkömmlichen Filialbanken ausgegeben werden. Sparbücher mit Bindungen bieten z.T. auch einen höheren Zinssatz als das Tagesgeldkonto – hier ist das Geld allerdings nicht frei verfügbar.

Die Zinserträge von Sparbüchern werden meist zudem von den Zinserträgen von Festgeldkonten übertroffen. Für täglich fällige Sparbücher erhalten Kunden jedoch derzeit nur etwa 0,2  % Zinsen p.a., während sich die Tagesgeldzinsen im Schnitt bei 0,8 % p.a. bewegen.

Welches sind die Vorteile des Tagesgeldes?

  • Keine Kündigungsfristen: Erspartes ist täglich verfügbar
  • Keine Kontoeröffnungs- und Kontoführungsgebühren
  • Praktische Online-Kontoverwaltung
  • Attraktive Verzinsung
  • Tolle Bonusangebote (Startgeld, Gutscheine etc.)
  • Abgesichert über die österreichische Einlagensicherung
  • Zuzahlungen und Abhebungen nur über das Girokonto
  • Ideal für das kontinuierliche Sparen

Ist das moderne Online-Sparkonto so sicher wie das Sparbuch?

Ja. Sowohl das Tagesgeld als auch das Sparbüchlein fallen unter die österreichische Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH Österreich bzw. Haftungsverbände der jeweiligen österreichischen Banken. Das moderne Sparkonto steht dem konventionellen Sparbüchlein nicht nur in punkto Rendite, sondern auch bezüglich der Sicherheit in nichts nach. Achten Sie darauf, dass die Bank ihren Sitz in Österreich hat, dann greift die österreichische Einlagensicherung, die Kunden bis zu einem maximalen Betrag von 100.000 Euro pro Kopf absichert.