Festverzinsliche Wertpapiere – Vorteile und Nachteile

wertpapiere-festverzinslichFestverzinsliche Wertpapiere sind Anleihen, die der Käufer beim Herausgeber der Anleihe erwirbt. Im Unterschied zur Aktie wird der Käufer durch den Kauf dieser Anleihe damit nicht zum Miteigentümer eines Unternehmens. Er gibt dem Herausgeber der Anleihe vielmehr ein Darlehen und erhält im Gegenzug die Anleihen dafür, dass er dem Herausgeber der Anleihe sein Geld überlässt. Der Kauf von Anleihen ist also mit der Gewährung eines Kredites vergleichbar.

Festverzinsliche Wertpapiere stehen daher nicht für eine bestimmte Art der Verzinsung sondern bezeichnen die Rechtsstellung des Anleihenkäufers in Bezug auf das Unternehmen. Herausgeber von festverzinslichen Wertpapieren sind Staaten, Unternehmen, Banken oder sonstige Kreditinstitute. Zu den festverzinslichen Wertpapieren zählen unter anderem: Industrieanleihen, Staatsanleihen, Obligationen, Optionsanleihen, Wandelanleihen, Auslandsanleihen, Fremdwährungsanleihen oder Pfandbriefe.

Vorteile von festverzinslichen Wertpapieren

Anleihen sind im allgemeinen eher konservative Anlageprodukte. Dies gilt insbesondere für die festverzinslichen Anleihen, da sie an einen festen Zinssatz geknüpft sind, der beim Kauf der Anleihen festgelegt wird. Darüber hinaus sind die Laufzeiten des Darlehens übersichtlich. Beim Ankauf wird die Laufzeit der Anleihen vereinbart, und der Anleihenkäufer erhält den investierten Betrag fristgerecht zurück. Daher sind festverzinsliche Wertpapiere im Gegensatz zu Aktien risikoarme Geldanlagen. Die Rendite fällt allerdings in der Regel geringer aus als bei Aktien.Im Vergleich zu Tagesgeld- oder Festgeldkonten ist die Rendite jedoch wiederum höher.

Festverzinsliche Wertpapiere können für nur wenige Jahre oder mehrere Jahrzehnte erworben werden. Staaten geben zumeist langfristige Anleihen heraus. Bei Unternehmen erhält man eher kurzfristige bis mittelfristige Anleihen. Die Zinsen werden für gewöhnlich einmal im Jahr ausgezahlt. Nicht nur Privatpersonen, auch Staaten oder Unternehmen kaufen Anleihen. Sind die Anleihenkäufer zum Beispiel Versicherungen, so sind sie verpflichtet, nur Anleihen mit einer hohen Bonität zu erwerben, um ein Verlustgeschäft zu vermeiden.

Nachteile von festverzinslichen Wertpapieren

Dies gilt natürlich auch für Privatkäufer. Auch wenn festverzinsliche Wertpapiere einen festen Zinssatz und die Rückzahlung des zur Verfügung gestellten Geldes versprechen, gibt es hierfür keine Garantie. Sollte der Herausgeber der Anleihen zahlungsunfähig werden, kann der gewährte Kredit nicht zurückgezahlt werden. Im schlimmsten Fall droht der vollständige Verlust des angelegten Geldes. Beim Kauf von Anleihen ist also darauf zu achten, dass der Schuldner über eine hohe Bonität verfügt. Es ist auch von Bedeutung, in welcher Währung die Anleihen vergeben, und die Zinsen ausgezahlt werden.

Kommt es zu extremen Währungsschwankungen, kann dies zu schweren Verlusten führen. Mittlerweile gibt es einen großen Markt für Anleihen. Dies hat zur Folge, dass Anleihenkäufer nur schwer einen Überblick über die verschiedenen Anlageprodukte bekommen. Umsomehr ist es wichtig, sich Anlageprodukte auszusuchen, die einfach zu durchschauen sind.